Vernetzte Visionen verwirklichen, 3. bis 4. Mai 2016 in Berlin, Langenbeck-Virchow-Haus
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Shortlist Umsetzung 2018

Aufbau eines Adipositasnetzwerks in der Rhein-Neckar-Region 

Adipositasnetz Rhein-Neckar e.V. / St. Josefskrankenhaus, Heidelberg 

Im Adipositasnetzwerk Rhein-Neckar sind sektorübergreifend alle Beteiligten versammelt, die zu einer erfolgreichen Behandlung von Adipositas nötig sind. Nur so kann ein erfolgversprechendes Gesamtkonzept entstehen. Gemeinsam wurden Behandlungspfade entwickelt und der Aufbau einer Datenbank begonnen, so dass die erfolgreichen Behandlungswege auch langfristig evaluiert werden können.

Digital unterstütztes Versorgungsmanagement für Menschen mit ALS und anderen schweren neurologischen Erkrankungen

Ambulanzpartner Soziotechnologie GmbH

Die Ambulanzpartner Soziotechnologie GmbH versorgt seit 2011 Menschen mit ALS über eine Managementplattform, auf der die Versorgungsprozesse digital abgebildet sind und die alle beteiligten professionellen Akteure vernetzt. Seither wurde das Konzept auf weitere Patientengruppen übertragen, die besonderen Bedarf an Mobilitäts-, Transfer-, Kommunikationshilfen, komplexe Medikation und spezialisierte Heilmittelversorgung benötigen. Eine große Kohortenstudie läuft derzeit; die regelmäßig erfassten Kennzahlen zeigen, dass Ambulanzpartner eine gute Versorgungslandschaft aufgebaut hat.

Digital vernetzte ärztliche Pflegeheimversorgung

Hausarztpraxis am Agaplesion Bethanien Sophienhaus

Bereits seit 1999 läuft eine digitale Pflegeheimakte, auf die auch Hausärzte zugreifen können. Sie macht es möglich, die Pflegedokumentation einzusehen, Auffälligkeiten zu notieren und gegebenenfalls schnell zu reagieren. Für die Pflegeheimbewohner bedeutet das weniger Krankenhausaufenthalte und eine kontinuierliche ärztliche Betreuung.

Freiwillige HPV-Schulimpfung 

Gesundheitsnetz Rhein-Neckar e.V.,

Die Durchimpfungsrate bei HPV lässt noch zu wünschen übrig – nicht zuletzt, weil die Haupt-Zielgruppe eher schwer zu erreichen ist. Dieses Projekt holt die Impfung samt notwendigen Informationen für die Eltern und Lehrer an die Schulen. Durch ein breites Bündnis von Schulen über den Öffentlichen Gesundheitsdienst bis hin zu Ärzteverbänden wird zunächst über die Impfung informiert ehe sie direkt an der Schule angeboten wird. Die Impfquote konnte so deutlich erhöht werden.

KIPS-2 Kinder- und Familienprojekt, Unterstützung und Hilfe für Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind  

Erziehungsberatungsstelle der AWO Solingen

In diesem Projekt werden Kinder unterstützt, in deren Familie ein Elternteil an einer diagnostizierten psychischen Erkrankung leidet. Hier werden gesundheitliche und soziale Hilfeleistungen zusammengebracht, um die Kinder zu unterstützen und Krankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten bei ihnen zu vermeiden.  

Patient Blood Management – Intersektorales Projekt zur Steigerung der Patientensicherheit 

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Frankfurt

Mit dem Patient Blood Management werden Patienten mit Anämie optimal auf die Operation vorbereitet, Blutverluste während des Krankenhausaufenthalts vermindert und so Bluttransfusionen auf ein Minimum beschränkt. Die zahlreichen Einzelmaßnahmen konnten nachweislich den Einsatz von Bluttransfusionen vermindern.

Sektorübergreifender Einsatz von Betreuungskräften an der Schnittstelle von Krankenhaus und ambulanter Versorgung (SEBKam)  

Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso)

Wenn Patienten mit Demenz ins Krankenhaus kommen, treten häufig Probleme auf, weil vertraute Umgebung, Personen und Routinen fehlen. Um den Krankenhausaufenthalt für zu Hause lebende Patienten mit Demenz möglichst schonend zu gestalten, setzt SEBKam zusätzlich ambulante Betreuungskräfte ein, die der Patient aus seiner häuslichen Umgebung kennt.

Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz (SimPat)

AGAPLESION gAG

SimPat ist ein IT-gestütztes Fallmanagement, mit dem ein Netzwerk zwischen Demenzkranken und ihren Angehörigen sowie allen beteiligten Leistungserbringern geknüpft wird. Zunächst wurden mit allen Beteiligten die Versorgungsprozesse erhoben und ein Sollprozess erstellt. Das Ziel ist ein sektorübergreifender koordinierter Prozess, der die Kommunikation erleichtert und die Versorgung effizient und qualitativ hochwertig gestaltet.

TeLIPro 2.0

Deutsches Institut für Telemedizin und Gesundheitsförderung (DITG)

TeLIPro ist ein digitales System, das Diabetes sektorübergreifend managt und so zu einem gesünderen Lebensstil beiträgt. Mit der Plattform sind sowohl Gesundheitscoaching als auch Datenanalysen und Kontrolle des Outcomes möglich. So entsteht eine moderne Version der Disease-Management-Programme (DMP) mit E-Learning-Modulen aber auch einer persönliche Online-Betreuung durch eine Diabetesberaterin. Die Zertifizierung der Leistungserbringer, die das System nutzen möchten, gewährleistet die Qualität des Einsatzes.

Wundversorgung im Praxisnetz Herzogtum Lauenburg

Praxisnetz Herzogtum Lauenburg Management GmbH

Das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg hat zur Versorgung von chronischen Wunden drei Wundmanagerinnen im Netz angestellt, die übergreifend für die Patienten der beteiligten Arztpraxen zuständig sind. Das Konzept ist nicht industriegebunden, sondern arbeitet als netzeigener Sanitätshandel mit verschiedenen Anbietern im Interesse der bestmöglichen Versorgung zusammen. So können die Kosten für die Wundversorgung deutlich gesenkt werden. 

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