Vernetzte Visionen verwirklichen, 3. bis 4. Mai 2016 in Berlin, Langenbeck-Virchow-Haus
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Shortlist Preis für Gesundheitsnetzwerker 2021

 

BOCAhealth

BOCAhealthcare GmbH, Berlin

90 Prozent der Krankenhausrückübernahmen sind bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung oder Herzinsuffizienz durch Störungen der Körperflüssigkeiten verursacht. Das Projekt BOCAhealth hat für das optimale Flüssigkeitsmanagement im häuslichen Bereich eine portable medizinische Diagnostik entwickelt – für eine bessere Lebensqualität und eine geringere Sterblichkeitsrate. Über Bioimpedanzanalysator, tragbare Elektroden und Smartphone-App wird mittels proprietärem KI-Algorithmus der Flüssigkeitshaushalt der Patient überwacht.
                         

Hoch effizientes Pharmakotherapie-Management nach Wolf – innovative Vernetzung über digitale Patientenakte optimiert die Patientenversorgung

Pharmakotherapie-Management, Universitätsklinikum Halle (Saale)

Unzureichende Pharmakovigilanz und Wechselwirkungen führen zu Gedächtnisstörungen, Sturzereignissen im Alter, Organversagen und damit letztlich zu Krankenhausaufenthalten und hohen Kosten. Ziel des Ansatzes ist ein präventives Pharmakotherapie-Management auf Basis digitaler Daten (z. B. Patienten- und Medikations-Reviews). Eine digitale Übersicht aller patientenrelevanten Daten (z. B. zu Medikation, Diagnosen, Laborparametern) in den Systemen des Universitätsklinikums Halle (Saale) ermöglicht eine patientenorientierte Versorgungsoptimierung.
 

Idana – intelligente digitale Anamnese und Patientenaufnahmesoftware für Arztpraxen und Kliniken

Tomes GmbH, Freiburg

Das Projekt fokussiert die Senkung der Bürokratie infolge der notwendigen Datenerhebung und Dokumentation in der Anamnese. Das voll in die Praxissoftware integrierte System ermöglicht eine papierlose Patientenaufnahme, bei der bereits vor dem Praxisbesuch Anamnese, Gesundheitsfragen und Formulare digital und automatisiert erfasst werden. Das Praxisteam kann somit direkt auf strukturierte Patienteninformationen zugreifen. Die entsprechenden Informationen können per Smartphone, Tablet oder PC – zu Hause oder im Wartezimmer – übermittelt werden.
 

iGOBSIS (intelligentes Gewaltopfer-Beweissicherungs- und Informationssystem)

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Düsseldorf

Gewaltopfer wenden sich häufig an Ärzte, die dann eine Schlüsselrolle bei der Erstuntersuchung und Betreuung von Menschen mit Gewalterfahrungen haben. Oft erfolgt eine unstrukturierte, unpräzise und papierbasierte Dokumentation. iGOBSIS zielt auf eine standardisierte, digitale, orts- und zeitunabhängige Dokumentation und Organisation der Befunddokumentation über eine Webanwendung ab. Die körperliche Untersuchung wird durch iGOBSIS prozessual unterstützt. Die Webanwendung führt schrittweise durch die Dokumentation. Angaben zu Befunden, Falldaten, Verletzungen etc. können dokumentiert und nach Abschluss als signiertes PDF heruntergeladen werden. Eine Betroffenen-App ist in Planung.
 

Interdisziplinäre Cystinose-Sprechstunde

Cystinose Stiftung, c/o Haus des Stiftens gGmbH, München

Für seltene Erkrankungen wie die Cystinose stehen nur wenige spezialisierte Zentren zur Verfügung. Geringe Fallzahlen erschweren Diagnostik und Therapie. Bei der Einbindung weiterer Fachrichtungen entstehen Probleme beim Informationsfluss. Mittels einer interdisziplinären Sprechstunde, bei der Behandler aus dem ambulanten und stationären Bereich aus 13 Fachdisziplinen zusammenkommen, und der Dokumentation in der elektronischen Fallakte SAVE entsteht ein Gesamtüberblick zum Patienten. Die interdisziplinäre Sprechstunde findet etwa vier Mal jährlich für zwei Tage statt. Anamnese und Befunde werden in SAVE hinterlegt, und es erfolgt die automatisierte Erstellung eines Arztbriefs für die wohnortnahen Behandler. Eine Case-Managerin nimmt zwischen den Behandlungen Kontakt zum Patienten auf.
 

LOUISA – eine App zur Begleitung von Patientinnen und Patienten in der Kinderonkologie und deren Angehörigen über den Klinikaufenthalt hinaus

m.Doc GmbH, Köln

Die modular aufgebaute App für junge Krebspatienten und ihre Angehörigen enthält digitale, auf die Bedürfnisse der jungen Patienten abgestimmte Angebote – spielerisch, innovativ und informativ. Ziel ist die Reduktion von Angst, Unsicherheit und Isolation sowie die Stärkung des Autonomieempfindens der Betroffenen, des Vertrauens in die Behandlung, aber auch eine Verbesserung des sektorenübergreifenden Informationsaustauschs zwischen den Beteiligten. Die modular aufgebaute App mit Schnittstelle zum KIS digitalisiert den gesamten Behandlungspfad, bündelt alle Informationen und ermöglicht auch die Unterstützung im häuslichen Umfeld. Integriert sind Messenger, Videovisite und Patiententagebücher.
 

MentalStark – psychologische Online-Begleitung in der Frauenheilkunde

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bei chronischen Erkrankungen und Behandlungen in der Frauenheilkunde stehen die Betroffenen häufig unter hohem, emotionalen Druck. Viele Themen wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Adipositas im Kinderwunschalter werden noch immer tabuisiert. MentalStark ermöglicht durch ein niedrigschwelliges Patientenunterstützungsprogramm eine psychologische Begleitung bei solchen Erkrankungen. Die App MentalStark bietet eine evidenzbasierte Mediathek und passende Interventionen auf Basis von KI gemäß Behandlungstagebuch. Das Angebot wird durch individuelle psychologische Einzelberatung und Gruppensitzungen per Videochat abgerundet: Für gesundere und glücklichere Schwangerschaften. 

OPTINOFA – intelligenter Assistenzdienst zur sektorenübergreifenden Triage in der Notfallversorgung

Universitätsmedizin Göttingen

Immer mehr Menschen wenden sich bei einem medizinischen Notfall an die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Dabei hat insbesondere der Anteil der ambulanten Notfallbehandlungen zugenommen, die auch hausärztlich versorgt werden könnten. Ziel des Innovationsfondsprojekts OPTINOFA ist eine differenzierte Steuerung von Notfallpatienten in die ambulante und stationäre Behandlung in der Notaufnahme. Die Umsetzung ist durch die Nutzung von intelligenten Assistenzdiensten gekennzeichnet. Die Notfallalgorithmen basieren auf etablierten Triagesystemen und sind digitalisiert und webbasiert auf Tablets verfügbar.
 

quarano – das A und O in der Quarantäne

Quarano e. V., Berlin

Gesundheitsämter sind bei der Kontaktverfolgung von COVID-19-Fällen oftmals überlastet. Mit quarano sollen Gesundheitsämter bei der Beobachtung potenzieller SARS-CoV-2-Verdachtsfälle entlastet werden. Dafür wird die zweimal tägliche Symptomerhebung in der Fallverfolgung digitalisiert. Die Betroffenen führen ihr Krankheitstagebuch eigenständig in Form einer Selbstauskunft.
 

Stark durch die Krise – digitale psychologische Soforthilfe für die Gesamtbevölkerung

HelloBetter – GET.ON Institut für Online Gesundheitstrainings GmbH, Berlin

Die Coronakrise führt zu psychischen Belastungen. Für eine Behandlung der psychischen Erkrankungen bestanden schon vor der Coronapandemie lange Wartezeiten. HelloBetter bietet ein webbasiertes digitales Unterstützungsangebot zur Stärkung der psychischen Gesundheit durch Onlinetraining, Online-Community und Onlinemediathek. Das Coronaonlinetraining basiert auf dem HelloBetter-Stresstraining und kognitiver Verhaltenstherapie.

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